PM | Haushalt für auswärtige Kultur- und Bildungspolitik sichert weltweites Lernen

1. Juni 2022

Anlässlich der heutigen Abstimmung des Haushaltes 2022 erklärt Erhard Grundl MdB, Obmann im Unterausschuss Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Die Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) ist eine Investition in den Frieden, gerade in Krisenzeiten. Als dritte stabile Säule der Außenpolitik baut sie da Brücken, wo andere Gesprächskanäle geschlossen sind. Sie stärken diejenigen, die für Demokratie und Freiheit eintreten und damit die Resilienz demokratischer Gesellschaften. Dazu gehören generell Schutzprogramme für Künstler*innen und Journalist*innen im Exil, ebenso wie der Schutz von Kulturorten und -Gütern in kriegerischen Auseinandersetzungen sowie vor den Folgen des Klimawandels. Gerade jetzt angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine, der auch ein Krieg gegen die Demokratie und gegen freiheitliche Gesellschaften ist, sind die Netzwerke der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKBP) von besonderer Bedeutung.

Der Haushalt 2022 der Ampelregierung ist mit 1.088,5 Mrd. Euro ein klares Bekenntnis zur Bedeutung der AKBP. Die Ampelfraktionen haben den Entwurf der alten Regierung noch einmal um rund 88 Mio. Euro gesteigert, auch dank unserer grünen Anträge. Damit werden die Kulturmittler – die Goethe Institute, die Deutschen Auslandsschulen, den Deutschen Akademischen Austauschdienst, das Deutsche Archäologische Institut u.a. – gestärkt.

Gefördert werden unter anderem die Goethe Institute mit rund 232 Mio. Euro im In- und Ausland, die weltweit das Erlernen der deutschen Sprache und den Kulturaustausch ermöglichen. So können zum Beispiel für aus der Ukraine geflüchtete Menschen, schnell Angebote Deutsch zu lernen bereitgestellt werden. Zudem erhalten die Deutschen Auslandsschulen einen Aufwuchs auf 40 Mio. Der internationale Austausch von Lehrer*innen und Schüler*innen, das gemeinsame Miteinander durch den deutschsprachigen Schulalltag und die Möglichkeit für junge Menschen, mit dem deutschen Abitur auch in Deutschland zu arbeiten und zu studieren, legen wichtige, langfristige Grundlagen für eine friedliche Weltgemeinschaft.
Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) fördern wir mit 40 Mio. Euro. Durch seine globale Vernetzung ist das DAI ein wichtiger Akteur der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sowie der Außenwissenschaftspolitik. Ein Netzwerk weltweiter Standorte und Projekte bildet dabei die Grundlage der Science Diplomacy am DAI und dient als Katalysatoren und Hubs für Forschung, Wissenschaftskommunikation und Wissenstransfer. Mit dem Haushalt 2022 können Programme wie die „Kulturretter“ und „Groundcheck“ finanziert werden. Dabei können auch in Krisen, sei es durch militärische Auseinandersetzungen oder Klimakatastrophen, Kulturstätten und Welterbe gerettet oder auch im Nachgang ihr Informationsgehalt gesichert werden.

 

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(Foto: Besuch mit dem Unterausschuss AKBP in der Ilê Aiyê Schule in Salvador, Brasilien)

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